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Wann ist die beste Zeit zum Heliskiing?
Das ist wohl die häufigste Frage, die ich als Heliski-Spezialist gestellt bekomme!  „Wann ist die beste Zeit für Heliskiing?“ Naja, eigentlich ist das nicht ganz richtig; die häufigste Frage ist wohl die meiner Freunde: „Kannst du mir einen gratis Heliski-Trip besorgen!“  Die Antwort darauf ist einfach. („Äh, nein!“) Nicht so einfach ist die Frage der besten Reisezeit zu beantworten, denn das Wetter lässt sich von uns nicht beeinflussen. Saison ist prinzipiell in allen Gebieten zwischen Dezember und April. Ausnahmen: Chile (Juni – Oktober) und Kamtschatka (März – Mai).   Ich möchte gerne mit ein paar Worten einen groben Überblick geben, wobei diese Angaben nur als Richtwerte zu verstehen sind. 



Beispiel einer durchschnittlichen Saison in Kanada:


Dezember/Jänner:
Der Schnee: Pulverschnee, Pulverschnee, Pulverschnee. In diesen Monaten dreht sich alles um den tiefsten und leichtesten Pulverschnee. Wie Sie sicher wissen, sind diese Monate die schneereichsten des Jahres. Das führt natürlich auch zu weniger Schönwettertagen, aber viel mehr Tage mit tiefem, leichten Champagne Powder.
Das Gebiet: In den schneereichen Monaten wird hauptsächlich im Wald gefahren. Hier zwischen den Bäumen ist der Schnee leicht und unberührt und die Bäume bieten genug Kontrast für die Skifahrer und die Helikopter-Piloten, um sich im Gelände zu orientieren.  Wenn das Wetter schön und sonnig ist, wird natürlich auch im alpinen Gelände gefahren. Die Tage sind kürzer und die Temperaturen tiefer als in den folgenden Monaten.

Februar bis Mitte März:

Der Schnee: Immer noch gibt es viele typische „Powder Days“, doch die Schönwettertage mehren sich. Dies ist die beliebteste Saison bei unseren Gästen, da sie eine perfekte Mischung zwischen Pulverschnee und Schönwettertagen bietet.
Das Gebiet: Je nach Wetterbedingungen wird im Februar/März sehr abwechslungsreich gefahren. Sowohl im Wald als auch in den alpinen Kesseln und auf Gletschern.

Mitte März bis Mitte April:
Der Schnee: Auch in dieser Zeit herrscht noch tiefer Winter mit gutem Pulverschnee in den kanadischen Bergen doch im Tal  wird es bereits frühlingshaft. Schneefälle sind nicht mehr ganz so häufig, bei Schlechtwetterphasen jedoch sehr ergiebig. In den Nordhängen finden Sie Pulverschnee, in den südlichen Hängen und tieferen Lagen Firn.
Das Gebiet: Vermehrt wird im alpinen Bereich gefahren. Jetzt hat man Zeit, die riesigen Gebiete zu erkunden und auf die Suche nach den besten Abfahrten und dem besten Schnee zu gehen, denn die Tage sind lang. Nur nach frischen Schneefällen ist auch der Wald noch eine Option. Durch die stabile Schneedecke kann auch oft in steileres Gelände gewechselt werden.

Temperaturen
 Die Temperaturen sind überwiegend angenehm zum Skifahren und bewegen sich zwischen -5°C und -15°C, wobei durch das eher trockene Klima in Kanada die Kälte nicht derart klirrend empfunden wird. Es ist jedoch möglich, dass die Temperatur in Extremfällen auf -40°C sinkt oder auf +10°C steigt.

Wenn der Heli am Boden bleibt - Down Days

Zur Beruhigung: Abhängig vom gewählten Gebiet sind die Wetter- und Schneebedingungen zu 80% gut bis sehr gut. Natürlich gibt es keine Garantie für sonniges, wolkenloses Wetter. Ihre Woche kann eine perfekte Heliskiing Woche sein, sie kann aber auch sehr enttäuschend sein, da die Erwartungen zu hoch waren.

Das Wetter ist meist die „große Unbekannte“ beim Heliskiing. Auch ich musste schon die bittere Erfahrung einer schlechten Heliskiwoche machen. In den meisten Fällen überwiegen aber die Tage an denen Ski gefahren werden kann. Und glauben Sie mir: Man braucht nur einen Tag in der grandiosen Bergwelt bei gutem Pulverschnee – und Sie denken ein Leben lang an diesen Tag, der ab sofort zu den besten in Ihrem Leben gehören wird! Tage an denen nicht Heliski gefahren werden kann, werden "Down Days" genannt. Meistens sind die Gründe Nebel oder starker Wind, denn selbst bei starkem Schneefall kann - vor allem in Kanada - in sichere Waldgebiete ausgewichen werden.

Manche Gebiete haben jedoch bedingt durch Ihre Lage und Flexibilität kaum Down Days (nur ca. 2-3 pro Saison). Dann wiederum gibt es Gebiete mit sehr vielen Schlechtwettertagen (3-4 pro Woche). Hier werden dann oft Alternativen und andere Aktivitäten angeboten. Fragen sie mich nach Details und zu Vor- und Nachteilen dieser Gebiete.

In den letzten Jahren - vor allem in den etwas wärmeren Wintern 2006 und 2010 stachen die Unternehmen mit kleinen Gruppen, wendigen Helikoptern und flexibler Organisation heraus und boten auch bei schlechten Wetterverhältnissen hervorragendes Skifahren.

Durchschnittlich  rechnet man am besten mit 1-2 Down Days pro Woche. Selbst dies ist noch kein Problem, da jeder Heliskifahrer in einer Woche auch einmal einen Rasttag braucht. Dazu kommen noch 1-2 Tage an denen aufgrund des Wetters oft nur eingeschränkt gefahren werden kann.
Bei größeren Unternehmen oder bei Gebieten in Asien, wo man bei Schlechtwetter nicht in Waldbereiche ausweichen kann, muss man mit 3-4 Tagen pro Woche rechnen, an denen nicht gefahren werden kann. Hier ist dann auch ein entsprechendes Rahmenprogramm nötig.

Bitte beachten Sie, dass es sich hier nur um durchschnittliche Werte handelt. Ein bis zweimal im Jahr gibt es immer eine "schwierige Woche" und irgendjemand muss diese Woche auch erwischen. Ein gutes Wetter kann niemand garantieren.

Fazit: Sie haben also die Wahl - auch hier sind die persönlichen Wünsche ausschlaggebend, welches Gebiet für Ihre Anforderungen das Richtige ist. Lassen Sie sich  deshalb von mir beraten, um das beste Gebiet für Sie zu finden.

© Dave Silver @ Last Frontier Heliskiing
Die beste Zeit Heliski zu fahren ist der Winter :-)
© Dave Silver @ Last Frontier Heliskiing
© Cory Murdoch @ Selkirk Tangiers
Anfang der Saison wird aufgrund der Wetterverhältnisse und der Schneestabilität hauptsächlich im Wald gefahren.
©Bella Coola Helisports
© Andrew Danyluck @ Selkirk Tangiers
Im Februar/März wird das gesamte Spektrum des Heliskiings geboten. Dies ist die klassische Hochsaison.
© TLH Heliskiiing
© Andrew Doran @ TLH Heliskiing
Mitte März bis Ende April werden die meisten Höhenmeter absolviert.
© Dave Silver @ Last Frontier Heliskiing